FACHTAGE

Bild - Krippenkongress

Kinderkrippen – ja, und wie?

Wir freuen uns Sie am 14. Nürnberger Krippenkongress vom 23. bis 25. Juni 2022 online zu begrüßen!

Leider ist die Corona-Pandemie noch nicht vorbei – aus diesem Grund wird auch dieses Jahr der Kongress digital stattfinden.

Bereits seit 2008 – nahezu seit Beginn des  Ausbaus der Krippenplätze – begleitet der Nürnberger Krippenkongress die quantitative und qualitative Weiterentwicklung von Kinderkrippen.  Unser Anliegen ist es, Kinderkrippen nicht auf die Pflege und Betreuung zu reduzieren, sondern die Bildung und bedürfnis- und entwicklungsorientierte Entwicklung der Kinder in den Fokus zu setzen.

In Kooperation mit der Stadt Nürnberg, den Wohlfahrtsverbänden und sonstigen freien Trägern, sowie diversen Fachberatungen gelingt es uns jedes Jahr ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen, das aktuelle Forschung mit den Erfahrungen aus der Praxis verknüpft.

Wir durften in den letzten Jahren bereits viele namhafte Wissenschaftler*innen und Fachpersonen, wie z.B.  Prof. Dr. Susanne Viernickel, Cornelia Schneider, Dr. Tassilo Knauf, Prof. Dr. Gerd Schäfer und viele andere begrüßen.  Wir konnten schon vielfältige Erfahrungen und Konzepte aus unterschiedlichen Ländern (Schweden, Reggio Emilia, Ungarn etc.) kennenlernen und werden nicht müde, Menschen zu finden, die unseren Krippenkongress mit ihrem Wissen und ihrer Haltung bereichern können.

Doch nicht nur die renommierten Wissenschaftler*innen und Pädagog*innen machen unseren Kongress zu dem, was er ist: Er lebt auch von den Kompetenzen, dem Wissen und den Sichtweisen unserer Teilnehmer*innen und insbesondere den Austausch und die Vernetzung zwischen den Besucher*innen wissen wir als wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Fachkräfte und damit auch der Kinderkrippen zu schätzen.

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Programm

Donnerstag, 23.06.2022

18.30 bis 19.00 Uhr

Begrüßung

Charlotte Schönlau SOKE e.V.

Dr. Kerstin Schöder Leitung Jugendamt Nürnberg

19.00 bis 21.00 Uhr

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als Themen frühkindlicher, inklusiver Bildung 

mit anschließendem Austausch

Stefanie Nordt QUEERFORMAT – Fachstelle Queere Bildung

Eine inklusive Pädagogik zielt darauf ab, alle Kinder in ihrer Vielfältigkeit wahrzunehmen, individuell zu unterstützen, zu beteiligen und vor Diskriminierung zu schützen. Dies ist besonders wichtig für Kinder, die aufgrund ihrer Identitätsmerkmale gefährdet sind, Diskriminierung und Ausgrenzung zu erleben.
Im Vortrag werden zunächst gesetzliche und fachliche Anknüpfungspunkte zur Thematisierung von Geschlechtervielfalt in der Kindheitspädagogik erläutert und Begrifflichkeiten im Kontext sexueller und geschlechtlicher Vielfalt vorgestellt. Anschließend geht es um die Relevanz dieser Themen für eine inklusive frühkindliche Bildung. Dafür werden die spezifischen Lebenslagen von jungen Kindern in den Blick genommen, die aufgrund ihrer Geschlechtsidentität, ihres Geschlechtsausdrucks, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Familienform mitunter schon in der Kita auf (heteronormative) Barrieren stoßen.

Freitag, 24.06.2022

10.00 bis 10.30 Uhr

Begrüßung

Charlotte Schönlau SOKE e.V.

 

10.30 bis 12.30 Uhr

Eingewöhnung und Beziehungsaufbau in der Kita unter Berücksichtigung einer kultursensitiven Perspektive

mit anschließendem Austausch

Prof. Dr. Rahel Dreyer Alice Solomon Hochschule Berlin

13.30 bis 16.30 Uhr

Workshops

Kleine Pausen einlegen, den „Kraftkuchen“ füllen, auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse achten ….. „Die kleine Selbstsorge-Apotheke“ mit praktischen Tipps für den pädagogischen Alltag.

Cornelia Korreng    http://www.entwicklung-und-bildung.de

Diplom Sozialpädagogin (FH)

Masterstudium Supervision Coaching Mediation

Marte Meo Trainerin

Leitung Institut für Entwicklung Bildung Erziehung

Autorin

Schwerpunkte: Früh- und Elementarpädagogik

Selbstfürsorge und Resilienz, Supervision, Coaching

Claudia Coduro-Schreiber

Diplom Sozialpädagogin (FH)

Systemische Supervisorin, Marte Meo Therapeutin

Die Begleitung von Praktikant*innen durch ihre Anleitung spielt im Rahmen der Ausbildungen pädagogischer Fachkräfte eine zentrale Rolle. Die vergangenen Umstrukturierungen in der Erzieher*innenausbildung in Bayern (Einführung SEJ, praxisintegrierte Ausbildungsmodelle) führen zu neuen Aufgaben und Herausforderung im Anleitungsprozess. Die Lernumgebungen „Praxis“ bleibt dabei aber auch weiterhin das bedeutendste Ergänzungsstück für die Qualität der Ausbildung. Ziel des Workshops ist es Kernelemente guter Anleitung zu kennen und Werkzeug für die Ausgestaltung des Prozesses mitzunehmen. Dieser Workshop beschäftigt sich zunächst mit zentralen Inhalten in den verschiedenen Praxisphase der ErzieherInnenausbildung und thematisiert dabei wie gelungene Kooperation von Schule und Praxis aussehen kann, welche Unterstützungsmöglichkeiten Praktikant*innen brauchen und wie dabei ein gutes Mentoring aussehen sollte. In einem praktischen Teil wir dann gemeinsam praxistaugliches Werkzeug in Form von Materialien und kreativen Anleitungsmethoden erarbeitet.

Michael Hafner-Gries, M.Ed.

Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik Bamberg / Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Lehrkraft / Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Nur weil etwas schon immer so ist, heißt das nicht, dass es für alle Beteiligten das Richtige ist.

Und es heißt auch nicht, dass es so bleiben muss.

Die eigene Macht im pädagogischen Alltag zu kennen und reflektiert einzusetzen sorgt dafür, dass wir die Kinderrechte ernst nehmen und in der pädagogischen Praxis umsetzen.

Denn es geht längst nicht mehr darum, ob wir Kinder an allen sie betreffenden Entscheidungen beteiligen (wollen), sondern wie?

In diesem Workshop räumen wir mit einigen Mythen auf, schauen auf eigene Erfahrungen und stärken unsere Haltung für eine gleichwürdige Pädagogik.

Edi Renz

systemische Beraterin, Dipl. Soz.Päd (FH)

Prozessbegleiterin für die SOKE e.V.

Fachberatung im Bundesprogramm Sprach-Kita, AWO Bamberg

Die bewusste Begegnung mit Müttern und Vätern gehört zum pädagogischen Auftrag der

Krippe. Wie lassen sich diese Kontakte – auch angesichts zeitlicher Begrenzungen – hilfreich gestalten?

Wir betrachten unterschiedliche familiäre Kontexte und die Ansatzpunkte für gelingende Kommunikation und Beziehungsstärkung.

Die Auseinandersetzung mit bewährten und innovativen Formen der Kooperation mit Müttern und Vätern gibt weitere Anregungen für die eigene Praxis.

Carina Frank & Cornelia Maria Götz,

Fachberaterinnen Evang. KITA-Verband Bayern e.V.

Die wenigsten Fachkräfte setzten bewusst Belohnungs- und Bestrafungsmethoden ein, um mit Kindern zu arbeiten. Im Alltag jedoch passiert dies schnell, denn die Alternativen fehlen, die Ressourcen sind knapp, die Gruppe soll funktionieren. Zurück bleibt das Unwohlsein und der Wunsch nach besseren Handlungsmöglichkeiten.

Während in den Schulen konsequent und offen mit Belohnung und Bestrafung gearbeitet wird, passiert dies in Kitas eher unterschwellig oder auch unbewusst. In diesem Workshop reflektieren wir das eigene Handeln und erarbeiten alternative Handlungsweisen in der Arbeit mit Krippenkindern.

Anne Schultz-Brummer,

Dipl. Pädagogin, SOAL e.V., Hamburg,

Referentin für Kita & Qualität

  • Was ist Marte Meo und woher kommt es?
  • Einblick in die Videografie mit Videobeispielen
  • Wie kann ich mit Marte Meo arbeiten?

Sich weiterentwickeln – wer möchte das nicht? – Wertschätzend und im passenden Tempo!

Die Marte Meo® Methode gibt konkrete Informationen für gelingende Beziehungen und für Situationen, in denen ALLE Beteiligen profitieren. Sie lässt sich jederzeit direkt im Alltag umsetzen!

Kurze Videoaufnahmen und der Blick auf die positiven Bilder ermöglichen konkrete, individuelle und wertschätzende Informationen für die Aktivierung, Förderung und Begleitung von Lern- und Entwicklungsprozessen.

Kathrin Bauer M.A.
Pädagogin, Marte Meo Therapeutin/Fachberaterin und Supervisorin
zertifiziert von Marte Meo International
Fachberatung im Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ im Dachverband der Eltern-Kind-Initiativen Augsburg e.V.

In diesem interaktiven Workshop setzen wir uns gemeinsam mit Bilder über Armut und den Lebensrealitäten von „armutsbetroffenen Familien“ auseinander.

Es werden einige Aspekte und Methoden mitgegeben, um die Arbeit mit Eltern armuts- und kultursensibel zu gestalten und

somit eine gelingende Zusammenarbeit mit allen Familien in der Einrichtung zu verwirklichen.

Karola Siegritz-Mang,

Fachberaterin SOKE e.V.

Mikrotransitionen bieten vielfältige Lerngelegenheiten, können aber auch für Kinder und pädagogische Fachkräfte zu einer großen Herausforderung werden. Sie machen einen Großteil des Tages aus und strukturieren diesen, sind aber auch häufig mit Stress verbunden.

Austausch und praxisnahe Ideen, sowie theoretisches Hintergrundwissen zu den

Mikrotransitionen im Alltag mit einer Kindergruppe sind Bestandteil dieses Workshops. Welche wiederkehrenden kleinen Übergänge am Tag gibt es und welche Potenziale beinhalten sie?

Wie können Abläufe unter dem Blickpunkt der Stressreduktion ganz konkret verändert werden?

 

Kira Daldrop

Leipzig, Kindheitspädagogin MA. mit langjähriger Praxiserfahrung als pädagogische Fachkraft in der Krippe und als stellvertretende Kita-Leitung. Als Lehrbeauftrage im Studiengang Pädagogik der Kindheit an der Evangelischen Hochschule in Freiburg, als Fachautorin und Fortbildungsreferentin vertritt sie Themen mit dem Schwerpunkt Kleinkindpädagogik.

Säuglinge und Kleinstkinder sind leicht irritierbar und erregbar. Bei Verlassenheitsangst, wenn Sie erschrecken oder sich vor etwas fürchten, wenn sie bei einer Aktion gestört werden oder auf einen attraktiven Gegenstand verzichten müssen, können sie mit unerwarteten Aggressionen reagieren.

Sie beginnen zu weinen, brüllen dann, schlagen mit den Armen oder treten.

Die noch unreifen sozialen Kompetenzen, die noch fehlenden Voraussetzungen für Gruppenfähigkeit und die verspürte interaktive Hilflosigkeit trotz bereits großem Interesse an den anderen Kindern sind an vielen Konflikten schuld.

Wir werden uns mit den Hintergründen beschäftigen, Situationen aus der Praxis ansehen und analysieren und Überlegungen zur Unterstützung der Kinder anstellen.

Anke Fäller,

Erzieherin, Dipl. Sozialpäd. (FH)

Dozentin für PML an der ev. Fachakademie für Sozialpäd. Nbg.

 

Stefanie Liehr, Erzieherin, Leitung Kinderladen Austraße

Kinder haben ihren eigenen Willen. Erwachsene auch. Das ist gut so. Wie geht ein tägliches wertschätzendes Miteinander? Die Gewaltfreie Kommunikation lädt ein, uns bewusst zu werden, wie wir wertschätzend kommunizieren und worauf wir achten können, es anders zu machen. Es besser zu machen. In diesem Workshop wird erklärt, viel geübt und ausprobiert. Herzlich willkommen!

Monika Wiedenhöfer,

Trainerin für gewaltfreie Kommunikation aus Nürnberg.

www.wiederhoefer-training.de

 

Samstag, 25.06.2022

9.30 bis 12.30 Uhr

Workshops (Beschreibungen siehe Freitag)

13.30 bis 15.00 Uhr

Was stärkt Kita-Teams im U3-Bereich? – Ergebnisse aus der 3. IFP-Krippenstudie

mit anschließendem Austausch

Dr. Monika Wertfein & Dr. Claudia Wirts, IFP München

15.00 bis 15.30 Uhr

Abschluss

Anmeldung

Hier können Sie den Flyer und das Anmeldeformular herunterladen.

Rückblick

Hier findet ihr das Program der vergangenen Jahre: